Wer zieht dich aus?
Wer putzt dir die Zähne?
Wer hält aus, was du an dir nicht erträgst?
Ist der Satz “Ich verstehe dich” eine Lüge?
Ist es ein Ziel, nirgendwo ankommen zu wollen?
Wann nimmst du dich ernst?
Was willst du?
Taugst du zum Leben?
Bist du erleichtert, wenn man dich durchschaut?
Lässt sich von diesem Tag mehr erwarten, als dass er dem vorherigen nicht gleicht?
Was macht dich besser?

Nimm die Luft in die Hand
Mein Schwarz-
Mein Wortarbeiter
Benenn mir den Glanz
Schweig dein Geheimnis
Mir zu.

Der Morgen kalt gestellt,
die brennenden Ränder der Augen
stumm getastet,
das Wunder hält haus,
das Unversehrte bricht sich keinen Weg
durch gekrümmtes Fleisch,
Inwärts wiegt Stille, wie üblich,
nichts Vergangenes auf.

Ein Krieg ist verloren, wenn alles zu groß und zu fern geworden ist, als dass man danach greifen könnte. Wenn niemand deine Fußstapfen mit Lächeln auffüllt, wenn kein Blick Freudendünen aufschichtet wider die Zukunft, stolpernde Steilküste, schmal geworden am äußersten Wimpernrand. Ein Krieg ist verloren, sobald das Gelächter einsetzt. Man hat dir gesagt, dass niemand vom Hass leben kann, aber es gab keine Alternative. Du hast das Fleisch aufs Neue aufgebissen, dieselben Fahnen gehisst, Herzhalbmast und kein Ende in Sicht. Der Krieg ist verloren, wenn deine Worte Bluff geworden sind, Bluff mit anderthalbzeiligem Abstand.

In einer Luft, in der nichts Neues liegt, gibt sich der Tag keinen Namen.

In einer Luft, in der nichts Neues liegt, gibt sich der Tag keinen Namen.